Horoskop-Tonleiter
Zu jedem Zeitpunkt ergibt sich am Himmel eine eindeutige Anordnung von Sonne, Mond und Planeten. Diese lässt sich geometrisch beschreiben – über die Winkel zwischen den Himmelskörpern.
Solche Winkel können in musikalische Intervalle übersetzt werden.
So entsteht aus einer konkreten Himmelskonstellation eine Tonleiter.
Der Begriff Horoskop wird hier in seinem ursprünglichen Sinn verwendet: als Beschreibung dieser geometrischen Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt und Ort – nicht als astrologische Deutung.
Wie daraus Musik entsteht
Nicht die einzelnen Planeten stehen im Mittelpunkt, sondern die Winkelabstände zwischen ihnen – also ihre geometrischen Beziehungen.
Berücksichtigt werden nur geometrische Proportionen, die einfachen Zahlenverhältnissen entsprechen und sich musikalischen Intervallen zuordnen lassen (z. B. Quinte, Terz), da diese auf denselben Verhältnissen beruhen und physikalisch besonders resonanzfähig sind.
Aus diesen Intervallen ergibt sich eine Tonleiter, die die geometrische Struktur der Konstellation hörbar macht.
Beispiel:
Teilen drei Punkte den Kreis gleichmäßig (gleichseitiges Dreieck), entsteht eine einfache Dreiteilung.

Dasselbe Verhältnis lässt sich an einer schwingenden Saite nachvollziehen: Verkürzt man ihre Länge entsprechend, entsteht ein Intervall, das als Quinte wahrgenommen wird.
So beruhen geometrische Teilungen des Kreises und musikalische Intervalle auf denselben einfachen Proportionen.
Grundfrequenz — der Ausgangspunkt
Damit die Tonleiter hörbar wird, braucht sie einen Grundton.
Die Festlegung erfolgt auf Basis der Kosmischen Oktave aus drei zentralen Zyklen:
• Jahr — Bewegung der Erde um die Sonne
•
Tag — Rotation der Erde
•
Monat — Mondphasenzyklus
Diese drei Zyklen bestimmen aus Sicht der Erde den grundlegenden zeitlichen Rahmen der Himmelsbewegungen und sind zugleich die wichtigsten biologischen Rhythmen.
• Jahr→ 136,10 Hz
• Tag → 194,18 Hz
• Mond → 210,42 Hz
Entscheidend ist das einheitliches Bezugssystem:
Die Winkel stammen aus der Sicht von der Erde – daher müssen auch die Grundfrequenzen aus diesen Zyklen abgeleitet sein.
Würde stattdessen als Grundton z. B. der Umlauf eines Planeten um die Sonne verwendet, würden zwei Perspektiven vermischt. Das Ergebnis wäre kein stimmiges Abbild mehr.
Historischer Hintergrund

Johannes Kepler erkannte bereits im 17. Jahrhundert, dass geometrische Teilungen des Kreises und musikalische Intervalle auf denselben einfachen Proportionen beruhen.
Er wählte den Grundton seiner Modelle noch frei.
Erst durch die Kosmische Oktave wurde es möglich, Grundfrequenzen systematisch aus natürlichen Zeitzyklen abzuleiten.
Was berechnet wird
Für einen bestimmten Zeitpunkt werden:
•
die Positionen von Sonne, Mond und Planeten bestimmt
•
ihre Winkel zueinander berechnet
•
diese Winkel in musikalische Intervalle übersetzt
Das Ergebnis ist eine individuelle Tonleiter, die die Struktur der jeweiligen Konstellation abbildet.
→ Anleitung zur Berechnung (PDF)
Datenservice
Du erhältst aufbereitete Daten zur direkten Nutzung:
Wahl einer Tonleiter
Ausgehend von den vier Hauptpositionen des Tagesverlaufs (AC, DC, MC, IC – Tageszyklus), der Sonne (Jahreszyklus) oder dem Mond (Mondphasenzyklus) wird die Tonleiter gewählt, die die meisten harmonischen Beziehungen zu den übrigen Punkten aufweist.
Stimmdatenblatt
Enthält alle relevanten Daten zur Komposition:
• Grundton
• Tonleiter der Winkel- und Gegenwinkel über drei Oktaven
• Zusammenfassung der Töne innerhalb einer Oktave
• Intervalldaten
• Abweichungen zum Kammerton und Pitchbend-Werte.
Farbmusik-Bild
• Darstellung der Planetenpositionen
•
visuelle Zuordnung der Intervalle
•
farbliche Struktur der Tonleiter
Optional: Video
• audiovisuelle Darstellung der Tonleiter
•
erster Eindruck der späteren musikalischen Umsetzung
Service-Angebote
Horosdata Basic
• Stimmdatenblatt
•
Farbmusik-Horoskopbild
Horosdata Video
• audiovisuelle Animation der Tonleiter
• Stimmdatenblatt
•
Farbmusik-Horoskopbild
Beispiel
→ kepler-datenblatt.pdf
→ Youtube-Video
Starsounds Projekt
Die berechneten Tonleitern dienen als Grundlage für individuelle Kompositionen.
Planetware arbeitet im Starsounds-Projekt mit dem Musiker Steve Schroyder zusammen, u. a. Mitglied von Tangerine Dream in den frühen 1970er Jahren und seit 1990 in Zusammenarbeit mit Hans Cousto im Bereich der Kosmischen Oktave tätig.
Live-Anwendungen
Die Methode kann auch in Echtzeit eingesetzt werden, z. B. bei:
• besonderen Anlässen
•
Vollmondereignissen
• Sonnenfinsternissen
• Festivals
Die aktuelle Konstellation wird dabei unmittelbar in Klang umgesetzt.
Beispiele bisheriger Veranstaltungen
Solipse Festival —
11. August 1999, Ungarn
→ Sonnenfinsternis
Sonnenklang Festival —
8. Juni 2004, Österreich
→ Venus-Transit
Liquid Sound Festival — 26. November 2004, Deutschland
→ Vollmond
Videoclip "Liquid Moon" (Youtube)
Soulclipse Festival — 29. März 2006, Türkei
→ Sonnenfinsternis
Einordnung
Die Methode basiert auf geometrischen und zeitlichen Verhältnissen sowie deren Übertragung in musikalische Intervalle.
Sie ist kein astrologisches System, sondern eine strukturelle Übersetzung astronomischer Konstellationen in Klang.
Kontakt
Für individuelle Berechnungen oder Kompositionen:
→ Kontakt aufnehmen
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