Chronobiologische Stimmtöne
Chronobiologie

Astronomische Zyklen von Erde und Mond beeinflussen grundlegende physiologische Prozesse in allen lebenden Organismen.
Der wissenschaftliche Fachbereich, der sich mit diesen natürlichen Rhythmen und der „inneren Uhr“ befasst, wird als Chronobiologie bezeichnet (griech. chrónos = Zeit, bíos = Leben).
Es handelt sich um eine etablierte naturwissenschaftliche Disziplin und nicht um die populäre, aber wissenschaftlich nicht fundierte Biorhythmuslehre.
Die drei Chronobio-Rhythmen
Erdentag
Taktgeber der circadianen Rhythmen
(lat. circa = ungefähr, dies = Tag)
→ siehe unten
Erdenjahr
Taktgeber der circannualen Rhythmen
(lat. annus = Jahr)
→ siehe unten
Mondzyklus
Taktgeber der circannualen Rhythmen
→ siehe hier unten
Die Tonpunktur
Die Tonpunktur ist eine sanfte Mikromassage mit der Schwingungsfrequenz einer Stimmgabel. Dabei wird die Stimmgabel direkt auf den Körper aufgesetzt, um den jeweilige Stelle mit der Stimmfrequenz zu 'massieren'.
Sie kann intuitiv zur Vitalisierung, Entspannung oder in meditativen Anwendungen eingesetzt werden. Erfahrene Anwender nutzen sie gezielt im Kontext von Akupressur oder Akupunktur, sie eignet sich jedoch auch für die Selbstanwendung nach Anleitung.
Wissenschaftliche Studien zur Tonpunktur liegen bislang nicht vor. Die Methode basiert jedoch nachvollziehbar auf physikalischen Prinzipien der Schwingungsübertragung.
Für die Tonpunktur sind besonders die drei chronobiologischen Rhythmen relevant, deren Frequenzen durch Oktavierung in den hörbaren Bereich übertragen wurden:
• Erdtag 194,18 Hz
• Erdjahr 136,10 Hz
• Mondzyklus 210,42 H
Weitere Informationen zur Anwendung und Handhabung der Stimmgabeln finden sich → hier.
Im Folgenden werden diese drei Rhythmen mit ihren Frequenzen und praktischen Anwendungen vorgestellt.
Der circadiane Rhythmus und der Oktavton der Erdrotation

Die Erdrotation bestimmt den Tag-Nacht-Rhythmus und beeinflusst den Organismus von Menschen und Tieren grundlegend. Aktivität und Ruhe folgen dabei meist einem 24-Stunden-Zyklus.
Dieser Rhythmus existiert nicht nur auf der Ebene ganzer Organismen, sondern auch in einzelnen Zellen. Drei Chronobiologen wurden 2017 für die Erforschung der molekularen Mechanismen dieser inneren Uhr mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet.
Umfangreiche Forschungsquellen zur circadianen Rhythmik sind auf Wikipedia zu finden.
Die Wirkung des Tagestons (194,18 Hz)
Erfahrungen zeigen, dass eine Tonpunktur mit dem Tageston 194,18 Hz eine stimulierende Wirkung haben kann.
In einem Amsterdamer Etablissement wurde die Wirkung zweier Musikstücke aus Joachim Ernst Berendts Tonträger Urtöne 1 getestet. Die Klänge wurden ohne Melodie und Rhythmus auf einem Monochord gespielt, wobei sich die beiden Aufnahmen nur in der Tonfrequenz unterschieden. Ohne Kenntnis der Frequenzen berichteten die Probandinnen, dass eine Aufnahme präorgastisch anregend wirkte, während die andere postorgastisch entspannend war.
Die anregende Aufnahme war auf den Oktavton des Erdentages (194,18 Hz) gestimmt, die entspannende auf den Erdjahreston (136,10 Hz). Diese Beobachtungen sind auf Seite 56 des PDF-Buches Die Oktave von Hans Cousto dokumentiert.
Frequenzexperiment mit Pilzen
Ein weiteres Experiment führten Ivan Lucic und Karl W. Kratky an der Ein weiteres Experiment führten Ivan Lucic und Karl W. Kratky an der Universität Wien durch. Untersucht wurde die Photonenemission von Myzelkulturen des Pilzes Psilocybe cubensis, die über 13 Tage hinweg mit der Oktavfrequenz der Erdrotation beschallt wurden. Im Vergleich zu unbehandelten Kontrollproben zeigte sich ein verstärktes Wachstum.
Quellen: www.inderscience.com
Siehe auch
Die Töne der Kosmischen Oktave → Der mittlere Sonnentag
Die Welt der Schwingungen → Die Erdrotation
TONPUNKTUR BEISPIELE von Anne Baumgart

Die anregende Wirkung der Frequenz 194,18 Hz (Ton G, Mittlerer Sonnentag) lässt sich auch zur Steigerung des Wohlbefindens bei ganz alltäglichen Bedürfnissen einsetzen.
Etwa kann das Massieren der Punkte Di 19 und Di 20 mit der 194,10 Hz-Stimmgabel nicht nur eine verstopfte Nase befreien, sondern auch gelegentliche Verstopfung und Darmträgheit günstig beeinflussen. Wer nach einer Covid-19-Infektion seinen Geruchssinn wiederherstellen möchte, kann es ebenfalls mit einer Tonpunktur dieser Punkte versuchen.
Die Behandlung des Punktes Ma 36 mit 194,18 Hz kann zur Stärkung der Mitte und des Wei-Qi (der „Abwehrkräfte" im Sinne der TCM) beitragen. Chinesische Ärzte empfehlen für ein langes Leben die tägliche Selbstbehandlung dieses Punktes mittels Akupressur oder Moxibustion – warum also nicht auch mit Tonpunktur?
LOKALISATION DER PUNKTE
Di 20: In einem Grübchen neben dem Nasenflügel.
Di 19: Unter dem seitlichen Rand des Nasenflügels.
Ma 36: Vier Finger breit unter der Kniescheibe, zwischen Schienbein und vorderem Schienbeinmuskel.
In allen Fällen wird die nach dem Anschlagen vibrierende Stimmgabel auf den jeweiligen Punkt aufgesetzt und so lange gehalten, bis sie fast zum Stillstand gekommen ist. Dann wird die Stimmgabel erneut angeschlagen und auf denselben oder den damit kombinierten Punkt aufgesetzt. Die Behandlung eines Punktes oder einer Punktkombination kann drei bis fünf Mal wiederholt werden. Die Behandlung sollte insgesamt etwa 15 bis 20 Minuten dauern.
Der circannuale Rhythmus und der Oktavton des Erdenjahres

Biologische Rhythmen mit einer Dauer von etwa einem Jahr stehen in engem Zusammenhang mit der jahreszeitlich wechselnden Tageslichtdauer. Diese beeinflusst zahlreiche Prozesse wie Fortpflanzung, Stoffwechsel, Verhalten und Überwinterung – auch beim Menschen.
Die Bedeutung dieser Jahresrhytmus ist seit langem bekannt, insbesondere in der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Die Frequenz des Erdenjahres in der Biologie und Musik
Nach dem Oktavgesetz entspricht das Erdenjahr einer Tonfrequenz von 136,10 Hz.
Eine interessante Parallele findet sich in der Neurophysiologie: Der Kalium-Natrium-Ionenaustausch in Nervenzellen erzeugt ein elektrisches Grundpotenzial von etwa 70 Millivolt. Dabei werden pro Sekunde rund 200 Natrium-Ionen aus der Zelle transportiert, während etwa alle 1/136 Sekunden ein Kalium-Ion aufgenommen wird.
(Quelle: C.F. Stevens, Die Nervenzelle, in Gehirn und Nervensystem, Spektrum der Wissenschaft, Heidelberg 1985).
136,10 Hz in der indischen Musik
Bemerkenswert ist, dass klassische indische Sitarmusik oft genau auf Cis 136,10 Hz gestimmt wird – ohne bewusste Nutzung von Stimmgabeln oder exakten Frequenzvorgaben. Vielmehr scheint sich der Grundton in einer meditativen, entspannten Stimmung von selbst zu ergeben. Auch das Singen des Urlauts OM erklingt häufig genau in dieser Frequenz.
Der Sitarspieler Ravi Shankar beschreibt den Grundton Sadja als leicht unterhalb des westlichen Cis. Das entsprechende A liegt bei etwa 432 Hz und damit rund ein Drittel Halbton unter dem Kammerton A = 440 Hz.
Ein faszinierendes Erlebnis beschreibt Fritz Dobretzberger in Die Welt der Schwingungen: Eine exakt im Erdenjahrton gestimmte Sitar begann hörbar mitzuschwingen, als Menschen entspannt miteinander sprachen.
Farb- und Klangwirkung
Der Erdenjahrton wird häufig als beruhigend empfunden. Eine ähnliche Wirkung wird auch seiner oktavanalogen Farbe Blaugrün zugeschrieben.
Siehe auch
Die Töne der Kosmischen Oktave → Der Jahreston (Om)
Die Welt der Schwingungen → Der Erde-Sonnenumlauf
TONPUNKTUR BEISPIELE von Anne Baumgart

Das Aufsetzen der Stimmgabel mit der Erdenjahr-Tonfrequenz (Cis, 136,10 Hz) auf den Akupunkturpunkt Re 17 wird von allen Menschen, die ich bislang mit Tonpunktur behandeln durfte, als sehr angenehm empfunden. Diese Behandlung wird als harmonisierend und befreiend wahrgenommen und kann gelegentlichem Sodbrennen, Aufstoßen und Völlegefühl entgegenwirken.
Die Behandlung der in der chinesischen Medizin sehr häufig vorkommenden Leber-Qi-Stagnation, welche meist mit Gereiztheit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und einer Art Schwere auf der Brust einhergeht, lässt sich unterstützen, indem man mit der Stimmgabel abwechselnd die Punkte Di 4 und Le 3 behandelt (ggf. mit zwei Stimmgabeln der gleichen Frequenz auch gleichzeitig, wenn jemand einem zur Seite steht).
LOKALISATION DER PUNKTE
Ren 17:
Etwa mittig am Brustbein in Höhe der Brustwarzen.
Di 4: Auf der Außenseite der Hand wo Daumen und Zeigefinger aufeinandertreffen.
Le 3: Auf dem Fußrücken zwischen dem ersten und zweiten Mittelfußknochen.
ALLGEMEINER HINWEIS FÜR ALLE PUNKTE
Ein Weg, die Punkte am eigenen Körper genau zu finden, ist auch, im beschriebenen Bereich die druckempfindlichste Stelle oder so etwas wie ein 'Loch' zu ertasten (die Chinesen sprechen von „Akupunkturlöchern“ und nicht von Punkten).
Der circalunare Rhythmus und der Oktavton des synodischen Monats

Der natürliche Taktgeber der circalunaren Periode ist der synodische Mondzyklus — der Rhythmus der Mondphasen von Neumond zu Neumond
Die Gravitationskräfte von Sonne und Mond erzeugen die Gezeiten der Ozeane. Viele Lebewesen haben sich an diesen Rhythmus angepasst, etwa durch Fortpflanzungszyklen im Takt von Voll- und Neumond.
Der Mondzyklus und der Mensch
Auch der menschliche Körper folgt diesem natürlichen Rhythmus. Der circalunare Eisprung der Frau ist die Voraussetzung für eine mögliche Befruchtung und neues Leben. Männer reagieren meist unbewusst auf die hormonellen Veränderungen während dieser fruchtbaren Phase, da die Pheromonproduktion der Frau steigt. Eine Studie von Geoffrey Miller (Universität New Mexico, veröffentlicht im Journal of Evolution and Human Behavior) zeigt, dass Striptease-Tänzerinnen während ihrer fruchtbaren Tage doppelt so viel Trinkgeld erhalten – vermutlich aufgrund der veränderten Körperchemie.
Mozart und die Mondfrequenz
Eine erhaltene Stimmgabel von Mozarts Klavierbauer zeigt, dass sein Klavier exakt im Oktavton des Vollmondzyklus gestimmt war.In einer Zeit ohne künstliches Licht spielte der Vollmond eine wichtige Rolle für nächtliche Aktivitäten — oft begleitet von Mozarts Musik.
Auch in der Oper Die Zauberflöte nimmt der Mond eine zentrale symbolische Rolle ein: Die „Königin der Nacht“ steht sinnbildlich für das nächtliche Licht des Vollmonds.
Siehe auch
Die Töne der Kosmischen Oktave → Der Synodische Mondton
Die Welt der Schwingungen → Mond Mozart Erotik Ostern
TONPUNKTUR BEISPIELE von Anne Baumgart

So viele Frauen leiden unter Zyklusstörungen, dass damit verbundene Schmerzen und Unregelmäßigkeiten schon beinahe als „normal“ gelten. Aus Sicht der chinesischen Medizin ist ein harmonischer, unbeschwerter weiblicher Zyklus jedoch der Inbegriff der Theorie von Yin und Yang und somit erstrebenswert. Ein rechtzeitiges, schmerzfreies Einsetzen der Regelblutung lässt sich etwa durch Behandlung der Punkte Le 5 und Le 6
mit der Stimmgabel des Synodischen Mond-Tons (Ton Gis 210,42 Hz) unterstützen.
Die kombinierte Behandlung der Punkte Ni 3 und He 7 mit der Mond-Stimmgabel kann beitragen, den Geist zu beruhigen und den Schlaf zu fördern. Auch Ängstlichkeit und Erschöpfung lassen sich möglicherweise damit günstig beeinflussen.
Was den Nieren-Meridian betrifft, der mit dem Punkt Ni 1 beginnt, so stelle ich in der Praxis immer wieder fest, dass diese entscheidende Verbindung zu unseren „Wurzeln“ und unserer Ursprungsenergie oft einseitig oder beidseitig blockiert ist und vor allem ältere Menschen dort das Aufsetzen der Mond-Stimmgabel erst einmal gar nicht spüren und die Vibration auch schnell verklingt. Das wiederholte Streichen der vibrierenden Stimmgabel entlang des Nieren-Meridians von Ni 1 aufwärts bis etwa zum Punkt Ni 8 schafft meist recht schnell Abhilfe. Wenn dann plötzlich die Vibration bis etwa Lendenhöhe wahrgenommen wird, reagiert so Manche/r mit Ausrufen des Entzückens.
LOKALISATION DER PUNKTE
He 7: In der Mulde zwischen Handaußenkante und Elle.
Le 6:
Drei Fingerbreit über Le 5, über der Spitze des Innenknöchels an der Hinterkante des Schienbeinknochens.
Le 5: Sieben Fingerbreit über der Spitze des Innenknöchels an der Hinterkante des Schienbeinknochens.
Ni 8: Drei Fingerbreit über der Spitze des Innenknöchels hinter der Hinterkante des Schienbeinknochens.
Ni 3: In der Mulde zwischen Sprunggelenkinnenseite und Achillessehne.
Ni 1: Mittig der Fußsohle in der Mulde zwischen Großzehgrundgelenk und Fußaußenkante.
Hinweis zu fachkundiger Therapie
Die hier vorgestellten Beispiele zur (Selbst-)Anwendung der Tonpunktur stellen nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten dar – sei es nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) oder intuitiv. Eine fundierte Einführung in die Methode sollte von qualifizierten Therapeutinnen erfolgen.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Tonpunktur kein Heilversprechen darstellt. Eine Wirkung kann nicht garantiert werden, und die dargestellten Zusammenhänge können vom allgemein anerkannten Stand der Wissenschaft abweichen. Die Anwendung erfolgt eigenverantwortlich und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.
Anne Baumgart
Anne Baumgart ist Heilpraktikerin und Yang-Sheng-Gesundheitscoach mit eigener Praxis in München.
Seit 2015 begleitet sie Menschen mit Beschwerden wie Schmerzen, Schlafstörungen oder Erschöpfung auf dem Weg zu mehr Stabilität und Selbstregulation. Dabei kombiniert sie Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin mit klangtherapeutischen Ansätzen.
Als studierte Übersetzerin und Medizinjournalistin verbindet sie medizinisches Wissen mit verständlicher Vermittlung.
Dr. med. Achim Eckert
Dr. med. Achim Eckert entwickelte die Tao-Tonpunktur und verbindet in seiner Arbeit westliche Medizin mit fernöstlichen Heilmethoden.
Er studierte Akupunktur, Shiatsu und Meditation in Asien sowie körperorientierte Verfahren in den USA. Neben der Tonpunktur entwickelte er die Hin Deo Faszienarbeit zur Lösung tiefer energetischer Blockaden.
Seminare "Tao Tonpunktur"
8. - 15. Mai 2026 und 1. - 9. August 2026, Nähe Passau
In diesen Seminaren lehrt Dr. med. Achin Eckert die Stimmgabel-Tonpunktur der wichtigsten Punkte der TCM
→ www.taotraining.at

Stimmgabel Basis Set
Drei Töne für die innere Uhr:
Tageston, Jahreston, Mondton
Bezugsquellen:
→ der-mensch-im-zentrum.com
→ shop.planetware.de

